Samstag, 13. März 2010

Neuer Pass und Reisegenehmigung

Endlich. Geschafft. Er ist da. Mein neuer Reisepass. Nagelneu, biometrisch mit Fingerabdrücken, Datenchip und was weiss ich nicht noch alles. Bin nur froh, dass man mir den Datenchip nicht subkutan implantiert oder als Kortikalknoten ins Hirn gefräst hat. Vielleicht ist einfach nur noch keiner auf die Idee gekommen.
Nun kann ich meine Reisevorbereitungen weiter voran treiben. Ich brauche nämlich noch eine offizielle Reisegenehmigung des "U.S. Department of Homeland Security". Als Deutscher aus Deutschland darf man grundsätzlich visumfrei in die USA reisen, wenn die Aufenthaltsdauer weniger als 90 Tage beträgt und man auch ganz sicher wieder ausreist, also nicht hinterrücks einen auf Einwanderer macht. Das "Programm für visumfreies Reisen" (Visa Waiver Program) ermöglicht Angehörige bestimmter Staaten, sich unkompliziert via Internet eine Reisegenehmigung zu holen. 1981 brauchte ich für meine Reise nach Texas (zu Jessica auf der Pfirsichfarm) noch ein echtes Visum vom Konsulat in Hamburg. Es ist also nicht alles schlechter geworden, sondern manches eben auch deutlich einfacher geworden.

Allerdings hat die Sache eine klitzekleinen Haken, aber den hatte es früher auch schon. Dem geneigten Leser und der geneigten Leserin dürfte nicht entgangen sein, dass ich hier die ganze Zeit von 'Reisegenehmigung' schwafel. Nein, damit ist nicht gemeint, dass mir meine Liebste die Reise genehmigt. Der Originaltext dazu lautet:
Genehmigung erteilt
Ihnen wurde eine Reisegenehmigung erteilt und Sie sind nun berechtigt, ... in die Vereinigten Staaten zu reisen. Diese Antwort garantiert Ihnen nicht die Einreise in die Vereinigten Staaten; ein Zoll- und Grenzschutzbeamter an einer Einreisestelle fällt hierüber die endgültige Entscheidung.

Also bei der Einreise die klassischen Regeln für Vorstellungsgespräche beachten: Sauberer, angemesser Dress, rasiert, geputzte Zähne, positive Ausstrahlung und ... und hier wird's echt problematisch ... kein blöder Spruch!
Was habe ich mir vorher für Gedanken gemacht! Wer braucht warum ein Visum oder eben auch nicht? Welche Adresse soll ich angeben, wenn ich mit der "Roald Amundsen" auf den Great Lakes rumschipper? Und wenn die mich dann für einen professionellen Seemann halten? Jeder, den ich gefragt habe, gab mir eine andere Antwort: "Ja, Du brauchst unbedingt kein Visum". Und nun das: Fix das ESTA (Electronic System for Travel Authorization)-Formular im Netz ausfüllen, absenden und nach wenigen Sekunden hatte ich die Antwort: "Permission granted". Es ist einfach ein wunderbares Gefühl, ein vertrauenswürdiger, visumbefreiter Bürger zu sein ...



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